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Das Jahr 2004

Nach dem knapp verpassten Konstrukteurstitel im Jahr 2003 waren die Erwartungen bei BMW-Williams in der darauf folgenden Saison groß. Die Weiß-Blauen wollten Ferrari nicht nur auf den Fersen bleiben, sondern deren Dominanz endgültig beenden. Doch daraus wurde leider nichts. BMW-Williams schloss den Titelkampf mit ganzen 88 Punkten auf dem enttäuschenden vierten Platz ab, Juan Pablo Montoya und Ralf mussten sich mit den Plätzen fünf und neun in der Fahrerwertung zufrieden geben.

Dabei hatte das Jahr so viel versprechend begonnen. Der neue FW26 überraschte die Öffentlichkeit zunächst bei seiner Präsentation durch sein ungewöhnliches Aussehen und später bei den ersten Testfahrten in Jerez und Barcelona mit Bestzeiten. Mit dem wegen seiner auffällig breiten Frontpartie von der Presse 'Hammerhai' getauften Boliden schien es endlich möglich, Branchenprimus Ferrari Paroli zu bieten. Schon nach dem ersten Rennen war diese Euphorie verflogen. In Australien musste sich BMW-Williams nicht nur den Roten sondern auch noch Renault geschlagen geben. Da saß der Frust tief.

Für Ralf war es der Beginn einer katastrophenreichen ersten Saisonhälfte. Dreimal sah Ralf die Zielflagge nicht, seine Platzierungen pendelten zwischen Platz vier und Platz sieben, in Kanada wurde er gar wegen einer regelwidrigen Bremsbelüftung an seinem Boliden disqualifiziert, nachdem er zuvor den zweiten Platz eingefahren hatte. Nach seinem schweren Unfall in Indianapolis, bei dem sich Ralf zwei Wirbel brach, war die Saison endgültig gelaufen. Drei Monate musste er pausieren.

In der Zeit wurde es aber ganz und gar nicht still um Ralf – Anfang Juli sorgte die Meldung über seinen Wechsel zu Toyota für Schlagzeilen. Ralfs Tage bei BMW-Williams waren also gezählt. Als seine Verletzung auskuriert war, wollte Ralf sich in den drei verbleibenden Rennen mit Punkten bei seinem Team, für das er sechs Jahre fuhr, bedanken. 12 Zähler steuerte Ralf immerhin noch bei, in Japan gelang ihm mit Platz zwei sein bestes Saisonergebnis - ein versöhnliches Ende einer überaus schwierigen Saison. Eigentlich kann es nur besser werden. Die nächste Herausforderung beim neuen Rennstall steht jedenfalls bereit.

 
 
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