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Mein erstes Rennen in der DTM
17.04.2008 16:00

Von Platz15 zu starten bedeutet immer Kampf. Im Qualifying habe ich erfahren was ein paar Tausendstel in der DTM bedeuten, einige Plätze zurück. Das DTM Feld ist unwahrscheinlich nah bei einander.
 
Der Start war leider eher mittelmäßig. Hier sehe ich Verbesserungsbedarf für mich, die manuellen Starts sind für mich Neuland. Die Reaktion war noch nicht ganz so gut. Allerdings habe ich auch nur zehn Starts im Vorfeld geübt und muss noch daran arbeiten.
 
Der gesamte manuelle Umgang mit meinem neuen Mercedes, Lenken, Schalten, Bremsen, Kuppeln, DTM-Autos haben eine ganz andere Sitzposition als ein Formel-1-Bolide, eine ganz andere Sichtweise, man sitzt nicht mehr in der Mitte des Autos, man sitzt tiefer, man sieht weniger von der Strecke und dem Gegner, man sieht einfach schlechter!
 
Umso mehr Runden ich fuhr, desto vertrauter wurde mir mein Auto. Es lief unseren Erwartungen entsprechend gut. Auch konnte ich meinen Mücke-Teamkollegen Maro Engel überholen. Unsere Boxenstopps haben super geklappt, das Team hat ganz toll und super professionell gearbeitet, dadurch kam ich dann auch noch an Mathias Lauda vorbei und im Laufe der Zeit konnte ich auch, das Tempo der Fahrer vor mir, besser mitgehen.


 
Mein Mercedes lief sehr gut, ich habe konstante Rundenzeiten gefahren. Im Rennen fuhr ich die insgesamt drittschnellste Zeit im dritten Streckenabschnitt durchs Motodrom.
Meine theoretische Rundenbestzeit, also die Aneinanderreihung meiner drei schnellsten Sektorwerte, lautete 1:34,542 min. Damit hätte ich insgesamt an fünfter Stelle im Feld rangiert.
 
Es ist gut, dass es nur eine kurze Pause bis zum zweiten Rennen gibt. Ich werde versuchen, im Qualifying in Oschersleben die eine oder andere Position zu gewinnen. Das hat dieses mal um ein paar Tausendstel leider nicht geklappt, darum würde ich mich freuen, wenn es dort geht.
In der knappen Zeit, bis zum nächsten Rennen will ich weiter hart arbeiten, um mich mit meinem Mercedes noch besser vertraut zumachen. Ich muss mich einfach einleben um gemeinsam mit dem Team, noch ein bisschen mehr aus dem ganzen Paket herauszuholen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen werden und den Rückstand auf die Tourenwagen-Spezialisten weiter verkürzen können.

Die nächste Strecke in Oschersleben kenne ich bereits vom Testen her, dies ist sicherlich hilfreich für mich. Andererseits ist sie auch ganz speziell, eng und kurvenreich. Eine neue Herausforderung der ich mich stellen werde.

Bis nächste Woche

Euer Ralf

 
 
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